Fast hätte das Weltwirtschaftsforum aufgrund der politischen Umbrüche weltweit seinen Ruf als wichtigstes Treffen der politischen und wirtschaftlichen Elite verlohren - bis zur erneuten Wahl von Donald J. Trump, dem Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika. Trump ist bekannt für große Auftritte an prestigeträchtigen Veranstaltungen und war bereits in seiner verganenen Amtszeit Gast im schweizer Bergdorf Davos Klosters. So trafen sich auch dieses Jahr vom 19.01 bis 23.01 über 100 Staats- und Regierungschefs sowie CEO´s aus aller Welt zum WEF. Der US Präsident sorge für eine Rekordzahl an Teilnehmern dieses Jahr.
So war es wenig verwunderlich dass auf die Flughäfen Zürich, Altenrhein, Dübendorf, Friedrichshafen und Basel ein Ansturm an Business- und Govermentjets zu kam. Aufgrund von Platzmangel mussten viele Maschinen zum parken nach Stuttgart, Mailand und Nürnberg ausweichen. Neben den bekannten Privatjetanbietern Netjets und Vistajet gab es auch viele weitere interessante Flugbewegungen im non government Sektor. Das unbestrittene zivile Highlight war eine McDonnelDouglas MD-87 in VIP Konfiguration. Aus den USA kommenden mit Tankstops im kanadischen St. Johns und isländischen Keflafik flog die Maschine zunächst nach Istanbul. Mit mehreren (wettertechnischen) Verschiebungen ging die Maschine am 19.01 nach Basel. Der ursprungliche Plan an den Bodensee nach Altenrhein zu fliegen wurde wohl aufgrund des hartnäckigen Nebels aufgegeben. Letzterer machte das Planespotting wiederum in Zürich zu einer großen Herausforderung. Während unserer Tage vor Ort lichtete sich dieser kaum. Der dichte Nebel tat jedoch den Hubschrauberflügen von Zürich nach Davos keinen Abbruch.
Glücklicherweise schaute die die Sonne jedoch zu den Government-Highlights des diesjährigen Forum raus. Die serbische Regierung schickte ihren neusten Jet nach Zürich: eine Dassault Falcon 6X. Eine der längsten Anreisen hatte der argentinische Präsident mit seiner Boeing 757-200 VIP. Mit einem Tankstop im sonnigen Las Palmas Airport auf Gran Canaria landete der Flieger am späten Dienstag Nachmittag in der Schweiz. Ebenfalls vertreten waren auch zahlreiche arabische Staaten. Von den bekannten qatarischen Gulfstream und Airbus ACJ330 abgesehen schaffte es auch die ägyptische Air Force One, ein seltener Airbus A340-200, durch den Nebel. Aus Nordafrika schickte eine der beiden libyschen Regierungen einen Airbus A319.
Für die Sicherheit am WEF sorgte nicht nur das schweizer Militär. Auch das österreichische Bundesheer leistete seinen Beitrag. Mit einem deployment am Flugplatz Hohenems Dornbirn wurde der Luftraum überwacht und eine schnelle Eingreiftruppe in Bereitschaft gehalten. Neben einem Flugüberwachungsradar waren auch zwei UH60 Black Hawk und ein Bell AB212 Hubschrauber vor Ort.
Text: Peter Stierhof
Fotos: Peter Stierhof, Robin Manhart